Standorte
GA Gruppe
     
1916 - 1919
  1916
Am 27. Dezember 1916 wurde in Stuttgart die Gesellschaft für elektrische Anlagen (GEA) gegründet. Sie ist Nachfolgerin der Stuttgarter Niederlassung der schweizerischen Kummler & Matter AG. Als Firmengründer sind der Fabrikant Josef Dedi-Laubeck aus Säckingen und Albert Lüscher aus Stuttgart mit einem Stammkapital von 30.000 RM in der Gründungsurkunde verzeichnet. Dedi-Laubeck übernimmt die Geschäftsleitung und Lüscher ist Prokurist.
     
    1917
Die GEA verzeichnet Auftragseingänge der Gemeinden Tuttlingen, Freudenstadt, Biberach und Laufenberg. Die Gesellschaft befasst sich nach wie vor mit der Ausführung von Hoch- und Niederspannungsleitungen. Neu ist der Vertrieb von elektrischen Heiz- und Kochapparaten, die aus der Schweiz importiert werden.
     
     
1920 - 1929
  1921
Der Umsatz der GEA überschreitet bereits die 3-Millionen-Reichsmark-Grenze. Das Gesellschaftskapital wird auf 300.000 RM erhöht.

Mit der Neckarwerke-Elektrizitätsversorgungs AG in Esslingen und weiteren großen E-Werken in Süddeutschland umfasst der GEA-Kundenkreis inzwischen nahmhafte Energieversorger.
     
    1922
Die inzwischen über 100 Monteure sind unter anderem für die Bayernwerk AG und die Württembergische Landeselektrizitäts AG tätig.
     
    1926
Die GEA ändert ihre Rechtsform in eine Aktiengesellschaft. Das Stammkapital beträgt 350.000 RM.
     
    1928
Die GAH schüttet eine Dividende von 10 % aus. Die Württembergische Elektrizitäts-Aktiongesellschaft übernimmt GEA-Aktien im Wert von 120.000 RM. Damit ist die WEAG neben Kummler & Matter zweite Gesellschafterin der GEA.

Mit der Eröffnung eines Technischen Büros in Hannover erschließt die GEA nun auch den norddeutschen Markt. Die Präsenz vor Ort beschert dem Unternehmen neue Kunden wie Preußen-Elektra und das RWE in Essen.

Mit den sieben Büros in Süddeutschland verfügt die GEA nun deutschlandweit über acht Standorte.
     
     
1930 - 1939
  1930
Die Essener RWE hat die GEA mit der Hohlseilverlegung für die 51 km lange 220 kV-Leitung von Tiengen nach Bolstern beauftragt.

Auch im Ausland ist die GEA erfolgreich tätig: Zusammen mit der schweizerischen Kummler & Matter AG wickelt das Stuttgarter Unternehmen zur Zeit bedeutende Leitungsbauaufträge in der Schweiz ab und im benachbarten Holland hat es die Arbeiten zur Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Hillegoom und Rotterdam übernommen.
     
    1934
Auch das 1934 in Halle an der Saale gegründete Büro trägt mit der Abwicklung großer Projekte für die Elektrowerke Berlin und mit der Durchführung von Aufträgen zur Energieversorgung Sachsen-Anhalts beträchtlich zur positiven Umsatzentwicklung bei.
     
    1939
Neue Eignerstruktur ohne Kummler & Matter Aktionäre des Unternehmens sind jetzt die WEAG in Stuttgart mit 270.000 RM, die Schmidt'sche Heißdampf GmbH (SHG) in Kassel und die Atmos AG in Zürich. Eine direkte Kapitalverbindung mit Kummler & Matter existiert damit nicht mehr.
     
     
1940 - 1949
  1943
Die GEA blickt in den ersten Jahren dieses Jahrzehnts auf eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung zurück. Die Geschäftsentwicklung wird vor allem durch die große Nachfrage im Hochfrequenz- und Funkmess- Sektor getragen. Weitere Großprojekte wickelt die GEA mit dem Ausbau der 220-kV-Netze der EVS, Stuttgart, und der Elektrowerke AG, Berlin, ab. Entsprechend ist das Grundkapital in den vergangenen Jahren auf inzwischen 1.500.000 RM angewachsen; Aktionäre sind die WEAG mit 1.040.000 RM und die SHG aus Kassel mit 460.000 RM.
     
    1945
Seit dem Ende des Krieges hat sich die GEA maßgeblich am Wiederaufbau zerstörter und beschädigter Hoch- und Mittelspannungsleitungen beteiligt. Auch Neubauten von Straßenbeleuchtungen, Stationsbauten und Kabelverlegungen füllen die Auftragsbücher. Nahezu jedes bedeutende EVU in Süddeutschland gehört inzwischen zum Kundenkreis der GEA.
     
     
1950 - 1959
  1952
Das Grundkapital des Unternehmens beträgt seit der DM-Eröffnungsbilanz im Jahre 1950 nun 1,2 Millionen DM. An der 22. Ordentlichen Hauptversammlung im Oktober 1952 waren drei Gesellschaften zugegen, die das gesamte Stammkapital halten: Es handelt sich dabei neben der WEAG um die AG für Licht- und Kraftversorgung (LUK) aus München sowie um die Kummler & Matter AG aus Zürich, die sich erneut an der GEA beteiligt.
     
    1954
Die GEA übernimmt die Ortsnetz- und Freileitungsabteilung der Elektrizitäts-Lieferungs AG (ELG) in Hannover und vereinbart mit der Elektrobau Hannover, Fritz Böhm, eine enge Partnerschaft. Mit dieser Zusammenarbeit wird Marktanteil in Norddeutschland verstärkt. Nach wie vor stark ist die Marktposition in Bayern: Hier übernimmt das GEA-Büro Abensberg in immer größerem Umfang den Neubau und die Installation von Fernmeldeanlagen für die Deutsche Bundespost.
     
     
1960 - 1969
  1962
Die gute Beschäftigungslage der letzen 15 Jahre hat dazu geführt, dass die GEA in diesem Jahr erstmals in ihrer langen Firmengeschichte die ”personelle Schallmauer” von 1000 Mitarbeitern durchbrechen konnte.
     
    1969
Die 60er Jahre endeten für die GEA ebenso erfolgreich, wie sie begonnen hatten: Konnte man im Geschäftsjahr 1960/61 bereits einen Umsatz- Zuwachs von 16,7 Prozent auf 10,6 Millionen DM erzielen, wurden ein Jahr später die Umsätze um 50 Prozent auf 15 Millionen DM gesteigert. Vor diesem Hintergrund beschlossen die Aktionäre eine Kapitalerhöhung auf 1,8 Millionen DM. In den darauf folgenden Jahren wuchs der Umsatz um durchschnittlich 22 Prozent. Im laufenden Jahr beträgt der Umsatz 31,9 Millionen DM, der fast ausschließlich im Mittel- und Niederspannungs- Freileitungsbau erzielt wird.
     
     
1970 - 1979
  1976
Erweiterung der Aktivitäten im Bereich elektrotechnische Ausrüstung von Gebäuden durch den Zusammenschluss der GA-Elektrobauabteilung mit der Trindel Elektrobau GmbH.
     
    1978
Trotz des Konjunktureinbruchs in den Jahren 1975 bis 1978 kann die GEA für die 70er Jahre rückblickend eine positive Bilanz vorweisen. Das Unternehmen verstand es, seine Umsätze von 31,9 Millionen DM im Jahre 1969 auf 125 Millionen DM bis zum Ende dieses Jahrzehnts zu erhöhen. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 29 Prozent.

Diese beachtenswerte Entwicklung verdankt das Unternehmen der erfolgreichen Produktlinie "Hochspannungs-Freileitungsbau" und seiner gewinnbringenden Tätigkeit im Bau von Kabelnetzen. Bei Großprojekten wie dem Neubau der 380-kV-Leitung vom Kernkraftwerk Isar/Ohu nach Pleinting oder dem Anschluss des Kernkraftwerks Neckarwestheim für die Neckarwerke-Elektrizitätsversorgungs AG konnte das Unternehmen seine Kompetenz eindrucksvoll unter Beweis stellen. Zeitweise beschäftigte sich die GEA auch mit der Erstellung von Fernseh-Umsetzanlagen.
     
    1979
Beachtenswerter Erfolg ist der GEA auch im Auslandsgeschäft beschieden: Die 1975 gegründete Auslandsabteilung mit verschiedenen Außenstellen kann inzwischen Auftragseingänge für große Projekte in Saudi- Arabien, Tansania und Jordanien verzeichnen. Im Geschäftsjahr 1978/79 trug das Auslandsgeschäft mit 33 Millionen DM zum Konzernumsatz bei.
     
     
1980 - 1989
  1980
Übernahme der GEA-Trindel Elektrobau GmbH in die Gesellschaft für elektrische Anlagen AG.
     
    1985
Die GEA bündelt ihre Erfahrungen im Bau von Hochspannungs- und Kommunikationsnetzen und übernimmt die Installation von Lichtwellenleiter- Kabelsystemen auf Mittel- und Hochspannungs-Freileitungen. Basis ist ein neu entwickeltes witterungsbeständiges Lichtwellenleiter-Kabelsystem, das leichter, dünner und leistungsfähiger ist als herkömmliche Kabelsysteme. Energieversorgungsunternehmen nutzen die neue Technik zur Vereinfachung ihrer Steuerungs- und Nachrichtentechnik.
     
    1989
Die Aktiengesellschaft für Industrie und Verkehr (AGIV) aus Frankfurt/Main hat eine 100- prozentige Beteiligung an der GEA übernommen.
     
     
1990 - 1999
  1991
Die GEA erwirbt die in Frankfurt am Main ansässige und bundesweit agierende Karl Dierkes Rohrleitungs- und Wasserwerksbau GmbH. Damit stärkt die GEA ihr Angebotsportfolio für Energieversorgungsunternehmen.
     
    1992
Nach ihrer Übernahme durch die AGIV wechselt die GEA 1992 von der GmbH zur Aktiengesellschaft und tritt nun unter dem Kürzel GA auf. Neben der AGIV als Hauptaktionär beteiligen sich die Neckarwerke und die Energieversorgung Schwaben. 3.000 Mitarbeiter erwirtschaften einen Umsatz von ca. 450 Mio. DM.
     
    1993
Der mit der Wiedervereinigung verbundene Aufbau der Energieversorgungs- und Kommunikationsnetze in den neuen Bundesländern bringt der Gesellschaft für elektrische Anlagen einen deutlichen Wachstumsschub. Mit innovativen Turn-Key-Projekten trägt die GA dazu bei, die neuen Bundesländer fit für die Zukunft zu machen und sie mit den modernsten Telekommunikationsnetzen der Welt auszustatten. Aus Niederlassungen werden neue Gesellschaften, die das operative Geschäft der GA übernehmen. So entsteht 1993 die GA Energieanlagenbau GmbH in Jena, 1995 die GA Leitungsbau Nord GmbH in Hannover und die GA Leitungsbau Süd in Fellbach. 1995 beträgt der Umsatz der GA-Gruppe bereits 761 Mio. DM, die Zahl der Beschäftigten knapp 3.700. Um die Beteiligung an der Bamberger Frankenluk AG zu finanzieren, stockt die Gruppe ihr Eigenkapital von 22 auf 29 Mio. DM auf. Die Gruppe besteht damit aus 23 Gesellschaften und unterhält 50 Niederlassungen im In- und Ausland.
     
    1996
1996 übernimmt die GA den Geschäftsbereich Energie- und Medienversorgung der Kraftanlagen Aktiengesellschaft, Heidelberg, und firmiert dabei neu: als GAH Anlagentechnik AG. Der Sitz des ”neuen” Unternehmens wird nach Heidelberg verlegt, das Technikzentrum sowie die Karl Dierkes Rohrleitungs- und Wasserwerksbau GmbH werden von der in Stuttgart-Fellbach verbleibenden GA Leitungsbau Süd GmbH übernommen. Den entscheidenden strategischen Schritt vollzieht die GAH 1997: GAH Anlagentechnik AG und Kraftanlagen Aktiengesellschaft fusionieren zu einem bundesweit aufgestellten flexiblen und äußerst leistungsstarken Anbieter von Komplettlösungen in allen Bereichen von der Energieerzeugung, der Energieversorgungs- und Kommunikationstechnik bis hin zur Industrieanlagentechnik. Die Unternehmen der GA-Gruppe bilden in der GAH Gruppe das Geschäftsfeld Energieversorgungstechnik ab.
     
    1998
Die GA Leitungsbau Süd erwirbt 62,5 % der in der Tschechischen Republik ansässigen REKS Plzen s.r.o. Die GA Leitungsbau Süd arbeitet seit Anfang 1997 mit dem mittelständischen Unternehmen zusammen, das sich vorwiegend mit dem Freileitungsbau beschäftigt. Um diese Zusammenarbeit enger zu gestalten wurde die Beteiligung übernommen.
     
    1999
Bündelung der Kräfte für die verschärften Wettbewerbsbedingungen durch die Liberalisierung des Energiemarktes und den damit verbundenen Investitionskürzungen bei den Energieversorgungsunternehmen.
     
     
2000 - 2006
  2000
Übernahme der GAH Gruppe durch die Aare-Tessin AG für Elektrizität, Olten/Schweiz zu deren Firmenverbund auch bereits
die Kummler + Matter AG, Zürich, gehört, aus der die GAH einst hervorging.
     
    2002
Gründung der Niederlassung Süd-West durch die Zusammenfassung der beiden Standorte Offenburg und Ubstadt-Weiher. Mit dieser Maßnahme werden die Rohrleitungsbau-Kompetenzen mit dem Know-how im elektrischen Netz- und Anlagenbau gebündelt und so die Leistungsspektren der beiden Stützpunkte entscheidend erweitert und den Bedürfnissen der Kunden nach Multi-Utility-Lösungen angepasst.
     
    2005
Montagetrupps der GA Leitungsbau Süd leisten rasche Hilfe bei der Schneekatastrophe im Münsterland. Mit dem GA-Notgestänge wird trotz widriger Umstände innerhalb kürzester Zeit die 110-kV-Versorgung provisorisch wieder hergestellt.
     
    2006
Gründung der Niederlassung Koblenz zur Expansion der Aktivitäten der GA Leitungsbau Süd in Rheinland-Pfalz.